Freundeskreis    ALT- MASSENHEIM

Nicht jeder Hochheimer ist ein Massemer - aber jeder Massemer ein Hochheimer - ! gibt`s  nicht´s - leider dran zu rütteln.


Das Ortsgericht.

 

Ortsgerichte gibt es nicht in jedem Bundesland sondern nur im Bundesland - Hessen und Baden-Württemberg.

Die Rechtsgrundlage in Hessen dafür, ist das Ortsgerichtsgesetz.

Das erste Ortsgerichtsgesetz geht auf das Jahr 1952 zurück und trat am 1. Januar 1953 in Kraft.

Dieser Termin war das Ende der Vorläufer der Ortsgerichte. Vorläufer waren die Schätzungsämter und die Feldgerichte.

Der letztgenannte Name Feldgericht wird im örtlichen Sprachgebrauch noch von vor allem älteren Massenheimer Bürger noch oft verwandt, aber dann im Dialekt „Fäldgericht“.

Im Gegensatz wurde in Massenheim die Feldgerichte welche im groß ausgelegtem Militärbereich etabliert waren nie als „Fäldgerichte „ bezeichnet sondern immer „Feldgericht“ ausgesprochen.

Die Bezeichnung Feldgerichte oder auch Feldstandgericht gehen bis auf Mittelalter zurück waren aber in der Regel niederen Gerichtsbarkeit angesiedelt und natürlich der –„Willkür“ der Oberen ausgesetzt und abhängig welche je nach Bedarf auch mal auf schnelle Art und Weise auch dann mal über Leben und Tod entschieden. Manchmal verwischte sich auch die Aufgaben siehe Militärgerichte – Standgerichte usw.

Ob der Name Feldgericht im Zivilen Bereich daher stammt, dass das Gericht im Feld, also draußen in der Gemarkung abgehalten wurde oder ob es von seiner Haupttätigkeit bis zur Flurbereinigung, - nämlich Grenzstreitigkeiten zu regeln zwischen Feldnachbarn deren Grenzsteine - leicht verrutscht - waren und Felddiebstahl kommt, kann ich zurzeit nicht klären.

Das Ortsgericht untersteht dem Amtsgericht und ist mit in der Regel einem Vorsitzenden und vier Beisitzern besetzt.

Für die Feldgerichte ist der Regelfall, dass der Bürgermeister welcher über einen Raum oder Büro verfügt, wo dann auch Schreibgeräte und der Umgang mit diesen vorhanden ist, den - Vorsitz - hat.

Das war seid bestehen so und bis Ende der Selbstständigkeit in Massenheim. Letzter Regelfall - Hans Desor.

Zur Seite standen im wie von Alters her, wo es doch meist um landwirtschaftliche Angelegenheiten ging meist mehrheitlich Bauern und wenn vorhanden, da Gebäudeschätzungen seid bestehen der Ortsgerichte das aufwendigste und ein überwiegendes Arbeitspensum ausmachen, ein Architekt oder Baufachmann, besser beides.

Die Mitglieder dürfen nur Personen sein, welche allgemeines Vertrauen genießen, sowie Lebenserfahrung haben und unbescholten sind.
Sie sollten mit Schätzungen von Grundstücken vertraut sein.

Die Ortsgerichtsmitglieder werden von der Gemeinde vorgeschlagen. Dies kann der Magistrat oder die Versammlung sein und vom Amtsgericht - ernannt. (Erfordert Wahlgang).

Von einer Anhörung des Ortsbeirates ist nichts vermerkt. Hochheim macht es sich zur guten Gewohnheit dies aber zu tun.(mit nicht immer und für jeden, nachvollziehbarem Ergebnis).

Das Ortsgericht arbeitet auf Antrag. Das heißt: Es kann nicht auf eigenes Befinden tätig werden.

Das Ortsgericht erhebt, - muss fest vorgegebene Gebühren erheben (Gebührensatzung), kann aber auch Gebühren erlassen.
Das wurde bei Hr. Desor so öfter gehandhabt