Freundeskreis    ALT- MASSENHEIM

Nicht jeder Hochheimer ist ein Massemer - aber jeder Massemer ein Hochheimer - ! gibt`s  nicht´s - leider dran zu rütteln.

Jagdgenossenschaft

Für einige Leser wird der Begriff - „Jagdgenossenschaft" - neu sein; einige werden davon schon einmal gehört haben und wieder einige werden ihn genauer kennen. Aber so richtig durchblicken, was sich dahinter verbirgt, werden nur wenige.  

Jagdgenossenschaft: „Genosse schafft" vielleicht — nein, das kann nicht sein.

Wer schafft dabei und wo? „Genosse" klingt heute nach Partei, aber in Verbindung mit „Jagd"- ? Auf was wird gejagt? Vielleicht auf Schwarzgeld? Aber dann: bei wem? Bei sich selbst oder bei den „Schwarzen" „Gelben" „Grünen" „Roten"? - Gut - finden würde man überall etwas – schwarzes - . Vorsicht: wir sind nahe dran. „Schwarzkittel" ist dann schon ganz heiß.

„Schwarzkittel" werden, das ist den meisten bekannt, in Jägerkreisen die Wildschweine genannt. Diese gibt es hin und wieder auch bei uns, aber selten. Wildschweine und alles übrige Wild lebt auf Flächen, sprich Äckern, welche Eigentümer = Grundstückseigentümer gehören.

Diese sind nur noch zu einem geringen Teil Landwirte. Meist haben die Landwirte die Flächen nur gepachtet und sind dann nur noch Besitzer.

Jeder private oder juristische Grundstückseigentümer(in) in einem Jagdbezirk (meist eine Gemarkung) ist automatisch Mitglied einer Jagdgenossenschaft, egal, welcher Partei er (sie) angehört.

Jagdgenossenschaften gibt es schon sehr lange. Sie entstanden im 19. Jahrhundert und dienten der Absicherung der Bauern gegen Wildschaden. Dieser Schaden durch Wild traf - wie auch noch heute - meist nur Einzelne. Die Schadenregulierung wurde gemeinschaftlich vorgenommen.

Die Mittel für die Regulierungen kommen heute vom Jagdpächter. Das hat sich im Prinzip bis nicht geändert. Die Situation „Ausgleich von Wildschaden" gibt es allerdings aus vielerlei Gründen inzwischen nicht mehr so. Was machen also die Mitglieder der Jagdgenossenschaft mit den Jagdpachteinnahmen?

Sie kauften und kaufen z.B. Maschinen, welche sich die Landwirte bei unserer kleinstrukturierten Betriebsgröße meist nicht mehr leisten könnten und können.

Außerdem wurde und wird in Massenheim aus einer sozialen Verpflichtung (Eigentum verpflichtet) heraus ein Teil der Gelder für die Allgemeinheit gestiftet. Diese Zuschüsse sind nicht in allen Jagdgenossenschaften so üblich, in früheren Jahren eigentlich in so gut wie keiner, auch nicht in der Hochheimer Restgemarkung.

In Massenheim jedoch wurden für die Stühle auf der Empore unserer Leichenhalle, Gießkannen und Gießwasserbecken auf dem Friedhof, Glasvitrinen im Dorfmittelpunkt, Bepflanzungen im Rahmen der Verkehrsberuhigung ein nicht unerheblicher Beitrag zur Wiedererrichtung des Pfortenborns und zur Kirchrenovierung mit Geldern der Jagdgenossenschaft mitfinanziert.

Letzter Einsatz der Mittel = Gedenksteine Ehrenfriedhof.

Da die Jagdgenossenschaft eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts" ist, wird die Vergabe der Gelder eigenständig und im Rahmen des Jagdgenossenschaftsgesetzes entschieden. Der „Kopf" dieser Körperschaft ist in Massenheim der Jagdvorstand, welcher aus mehreren Personen besteht. Dies steht im Gegensatz zu allen im Umkreis bestehenden Jagdgenossenschaften, so auch der in Hochheim, in welcher der Bürgermeister der Jagdvorsteher in Einzelperson ist.

In dessen Politik (die der Bgm`s)passte es nicht immer, in welch demokratischer Art die Entscheidungen von der Massenheimer Jagdversammlung in der Vergangenheit getroffen wurden. Aber damit muss und kann Massenheim leben.

 

Jüngste Entwicklung Massenheim, es - geht wieder zurück. Ursache - mangelnde Passion und Mut zu –„Eigenständigem Handeln“ – Behördengläubigkeit und somit bedingte Radfahrereigenschaften.

 

 

 

Jagd in Massenheim speziell. (Im Umfeld ähnlich).

Das Massenheimer Jagdrevier selbst ist ein Gemeinschaftsjagdbezirk.

Dies seid langer Zeit und wurde, so, kann man heute sagen, als Dieses bei der Gemeindereform Dank Bürgermeister - Gottfried Gensch auch so belassen. (Hätte auch anders kommen können).

Bei einem Flächenausgleich im Verbund mit Wiesbaden und Hofheim wurde das Revier vor ca. 20 Jahren um 40 ha erweitert. Es ist die Fläche von Elisabethenstrasse um den Oberfeldhof bis einschließlich Georgshof . (Hof oberhalb der Schlagmühle).

Von Anfang!

Von der z.B. Adligen oder anderer Obrigkeit her welche früher die Jagd ja bedienten oder teilweise noch bedienen, besser sich bedienten waren die Pächter der Jagd hoch angesehen standen gleich hinter Pfarrer und Lehrer.

Die jährlich stattfindenden Treibjagden waren so gut wie ein Dorffest und wurden von der gesamten ja noch landwirtschaftlich orientierten Bevölkerung mit gelebt.

Denn in irgendeiner Form war auch fast jeder Bauer Jäger und das von „Alters Zeiten" her, musste er auch, um Wildschäden für die niemand aufkam oder nur in den seltensten Fälle jemand aufkam, eine kleine Entschädigung zu haben.
Das 11. Gebot siehe dazu weiter unten war da ausgesetzt, wer konnte holte sich schon bei passender Gelegenheit sich mal einen Braten, meist auf biologische Art, ein Knüppel, die Harke von der Schulten und geübter Blick reichte.

Außer der letzten Anmerkung, hat sich bis vor 15- 30 Jahren nichts geändert.

Seitdem gibt es auch außer Karnickel und Raubzeug ja auch nichts mehr vernünftiges was den passionierten Nichtjäger Bauer interessieren könnte.

Rehe mal alle paar Jahre eins welches sich, wahrscheinlich, verhetzt von streunenden Hunden über den Main retten oder unter oder über viele Brücken sich in unsere und benachbarte Gemarkungen glaubte zu retten, um dann hier Verkehrsopfer zu werden.

Letzte „Standrehe" (Rehe welche einen festen Einstand haben) wurden vor ca. 25 Jahren in der Nachbargemeinde- angeblich- Verkehrsopfer. Man munkelt es hätte jemand nachgeholfen. Gestorben wären sie früher oder später eh ob als oft unverwertbares Verkehrsopfer oder als delikates Wildbret!

In 2015 sind periodisch Rehe unterhalb der Deponie zu sehen. Ihre Chancen sind gering.

 

Was ist geschehen, dass es fast nur noch „minderwertiges“ Wild gibt?

Hier spielen viele Faktoren mit, oder haben mitgespielt um dies zu erreichen.

„Jedes Lebewesen ist ein Produkt seiner Scholle".

„Die Scholle" ist durch die Unruhe verursacht durch eine Menge z.T. hektischer Nutzer überstrapaziert.

Vergleich = Pferdegespann - Schlepper (Arbeitsbreite — Geschwindigkeit Vergleich = Erntemethoden — Handgerät zu Mähdrescher usw.

„Die Scholle" ist gestört durch unzählige Hundehalter, welche unter die Kategorie Tierfreunde fallen bzw. wollen und wie die meisten Menschen Egoisten geworden sind.

„Die Scholle" ist,- durch die Umstellung in der Landwirtschaft, durch den Mangel an bezahlbaren Arbeitskräften, vor ca. 50 Jahren auf Chemie, damals und leider auch noch heute - DIE - Waffe gegen natürliches Umfeld,- stark strapaziert worden.

Die Uni Giesen hat das —„ Große Hasensterben" ende der 60iger — 70iger Jahren lange wissenschaftlich untersucht, man möchte sagen begleitet. Aber der Verdacht drängt sich hier auf dass eine bestimmte Lobby hier blockiert hat um einwandfreie neutrale Ergebnisse zu bekommen.

So ist z.Z. des Erstellens diesen Berichtes in 02.08.auf dem „Oberfeld = ca. 50 ha nur mal ein Hase auszumachen.

Bei der Jagd im Dez.2015 wurden 4 Hasen im Unterfeld und ca. 15 Kaninchen erlegt???

Womit wir bei den Pächtern wären welche hierfür einen stattlichen Betrag an Pacht zahlen. Während in alten Zeiten vor dem letzten Krieg und kurz danach, Handwerker und kleine, dem Handwerk verwandte Berufsstände die Jagd betrieben sind es heute die Kopferden von Industrie und Handel.

Vor dem Zweiten Krieg war ein Metzgerbetrieb aus Flörsheim ausgesprochen auf Massemer Dialekt Grelee der Pächter welcher zusammen mit Franz Ambauen sen. und einigen Freunden hier die Jagd gepachtet hatten. (Auch Massenheimer wie der Maurermeister Kahl z.B. und einige jagdlich angehauchte Bauern waren beteiligt).

Sein Sohn Franz Ambauer jun. übernahm nach dem Krieg bis in die 50iger Jahre und lud als Gäste viele jagdbegeisterte Amerikaner ein. (Vorübergehend hatten eh die Besatzer die Jagdhoheit).

Im Wirtschaftaufschwung verpasste Franz Ambauen jun. den Anschluss an die nun möglichen höheren Pachtpreise und verlor die Jagd.

Diese wurde nun ausgeschrieben und das schon erwähnte Zeitalter der Fremdpächter begann.

  

Bei der Hauptjagd und den anfänglich noch stattfindenden kleinen Wochenendjagden flog so viel Blei durch die Luft, - von welchem ja nichts oben blieb. Dass z.B. dem Ottemüller dessen Mühle im Zentrum der Fasanenjagd lag den Pulsschlag schon mal an diesen Tagen auf 200 trieb. Denn es prasselte dann den ganzen Tag auf seine Ziegel was im Angst und Schrecken machte. Aber auch eine gehörige Menge Wut bei ihm entfachte und dies über Jahre hinaus.

Das erforderte eine Menge Geschick und Zureden um den Seelenfrieden für alle wieder herzustellen. Der mit Staunen registrierte Burgfriede war eine „Heile Welt", für alle Streiter. Bei der aber wieder einer auf der Strecke blieb, und das waren die Fasanen.

 Der Druck auf die Natur, hier Kulturnatur lässt nicht nach, wird eh stärker. Wie lange wir uns von dem Reinertrag hier in Massenheim noch dies und das leisten können bleibt abzuwarten.

Denn mit Diesem ist einiges auch für die Allgemeinheit, - von der Bestuhlung in der Trauerhalle über Baumpflanzungen an markanten Punkten bis Zuschüssen zum Friedhof-, Hallenbad-, Ehrenfriedhof usw. geleistet worden.

Im Wirtschaftaufschwung verpasste Franz Ambauen jun. den Anschluss an die nun möglichen höheren Pachtpreise und verlor die Jagd.

Die Jagd wurde nun öffentlich ausgeschrieben und das schon erwähnte Zeitalter der Fremdpächter begann.

Aus dem finanziell schon eher erwachten Möbelstadt Kelkheim kam der erste Pächter aus dem weiteren Umfeld in Folge kam ein Bekannter oder gar Verwandter des ersten – Fremdpächters -, der auch dann viele Jahre hier das Feld bestritt, dies war Helm. Hasselmann. Unter diesem nun mit Geld gesegneten Pächter begann die neue Art die Hauptjagd zu gestalten.

Man war im Kapital unter sich, - amüsierte sich aber zusammen mit den Massenheimer, vor allem der Treiberwehr.

Jagdgesellschaftlichen Höhepunkte wie „Jägerschlag" „Jagdgericht" und ähnlichem, sind vielen Massenheimer in Erinnerung geblieben. Auch Alkoholkonsum und einige andere interessante Gegebenheiten bleiben sicher für ewig haften. Die leeren Steinhägerflaschen türmten sich in diesen Tagen zu Bergen.

Weiterhin, wurden natürlich Jäger aus Massenheim eingeladen, auch die Jagdaufseher, oft hier wohnhafte Massenheimer - Hr. Reichelt,- Hr. Lips waren jahrelang für die Ordnung in dieser Zeit im Revier verantwortlich.

Treiber waren bei den Jagden wie in „Alten Zeiten" viele Massenheimer — Bauern wie sonstig an der Jagd interessierte Bürger. Meist eine fest eingespielte Mannschaft.

Nach Hr. Lips übernahm ein Mitglied der „Jagdhornbläser" des „Jagdverein-Taunus" die Aufseher Pflicht. Der Lieblingsverein unseres Pächters waren dessen Jagdhornbläser welche dann auch die Hauptjagd mit ihrer Musik gestalteten, vom morgendlichen Zug durch das Ort über die entsprechenden Signalen bei der Jagd, bis zum ehrenvollen Verblasen der Strecke nach der Jagd

Aus dieser Formation kamen auch die guten Schützen, was die Großkopferden nicht immer waren, um eben eine Hasenstrecke oder eine Fasanenstrecke von je 400 500 zu erlegen.

Denn so viele mussten in den guten Jahren an einem Tag ihr Leben lassen um auch der Landwirtschaft keinen größeren Schäden (Fasanen-Kaninchen) zu machen. Über das Jahr in den Jagdzeiten wurden nochmals viele Hasen und Fasanen zur Strecke gebracht. Wenn die teuren Gelage nicht gewesen wären, war die Jagd zu der Zeit finanziell ein Gewinn. War aber nicht nötig und gewollt.

Das gesellschaftliche Ereignis war hier das Ziel.

Das wie oben erwähnt änderte sich ab den80igern.

Mit der Übernahme von Hans Schmidt aus Wallau, auch ein Industriemann wurde es im Feld ruhiger und auch in den Kneipen legte sich der Sturm. Die Veränderungen im Revier aber nahmen einen verheerenden Verlauf und die Strecken sanken gleichmäßig bei Hasen und Fasanen auf eigentlich Null.

Hans Schmidt übergab nach familiären auch gesundheitlichen Problemen die Jagd vor einiger Zeit an Hr. Storz, welcher aber leider keine Verpflichtung einbringt für ein kränkelndes Revier.

  

Herr Storz hielt die Jagd einige Zeit allein, aber seid 2013 hat er zwei weitere Jagdscheininhaber mit ins Boot genommen.
Alt massemerich - würde man sagen - „Zwa Kafruse“.
Hr. Storz hat sich schon ein eigenartiges verhalten an den Tag gelegt und tut das noch heute, die beiden anderen ergänzen die Eigentümlichkeit.
Knigge haben sie nie gelesen und mit Regeln aus Pacht(sprich Miete) haben sie kein Verhältnis. Denn ob Miete oder Pacht, Der Unterschied liegt nur am Objekt.
Feste Regeln bei Übernahme und Abgabe sind einzuhalten.
Grundsätzlich gilt. Der Zustand zum Tage der Überlassung muss bei Abgabe wieder hergestellt sein. Umgestürzte Hochsitze Betonrohre vom Luderplatz und Sträucher, Abdeckungen in Form von Gitterrosten waren auf der Ackerfläche nicht vorhanden.

  

Der Druck auf die Natur, hier Kulturnatur lässt nicht nach, wird eh stärker. Wie lange wir uns von dem Reinertrag hier in Massenheim noch dies und das leisten können bleibt abzuwarten.

Denn mit Diesem ist einiges auch für die Allgemeinheit, - von der Bestuhlung in der Trauerhalle über Baumpflanzungen an markanten Punkten bis Zuschüssen zum Friedhof-, Hallenbad-, Ehrenfriedhof usw. geleistet worden.

Erste Lichtblick am Horizont, unterhalb der Deponie soll sich der Hasenbestand, zumindest, erholen.

Nach neuem können wir das Licht wieder zuhängen!

Das Massenheimer Jagdrevier selbst ist ein Gemeinschaftsjagdbezirk von ca. 650 ha.

Wurde so kann man heute sagen, als Diesen bei der Gemeindereform dank Bürgerm. Gottfried Gensch auch so belassen. (Hätte auch anders kommen können).Bei einem Flächenausgleich im Verbund mit Wiesbaden und Hofheim wurde das Revier vor ca. 20 Jahren um 40 ha erweitert. Es ist die Fläche von Elisabethenstrasse um den Oberfeldhof bis einschließlich Georgshof .(Hof oberhalb der Schlagmühle).


Einige Bilder aus Jägersicht - aus Guten Zeiten.