Freundeskreis    ALT- MASSENHEIM

Nicht jeder Hochheimer ist ein Massemer - aber jeder Massemer ein Hochheimer - ! gibt`s  nicht´s - leider dran zu rütteln.

Elisabethenstrasse


Elisabethen-, im Volksmund allgem. und Teilstrecken noch heute auch „Steinerne Straße" (in Kostheim) amtlich genannt.

Alte Heer- und Handelsstraße, welche um 70 n. Chr. von den Römern „nach römischer Art" in einer Breite von ca. 6 m mit Steinplatten ausgebaut wurde.

Die Straße führte von Mainz an Kostheim - Delkenheim - Massenheim vorbei über Heddernheim (römische Garnisonsstadt) nach Friedberg. Die heutige A66 folgt an einigen Stellen der alten Straßenführung.

Militärische Strategie bestimmte den Bau der Straße. Sie wurde zur Versorgung der Truppen in den Kastellen, zur Sicherung des Limes und als Vormarschstraße für weitere Vorstöße nach Germanien angelegt.

Der Name „Steinerne Straße" rührt noch von der steingestückten Römerstraße her, während der Name „Elisabethenstraße" auf Wallfahrten zu dem Grab der - Heiligen Elisabeth - in Marburg zurückzuführen ist.

Die „Stoanern Stroß" im Volksmund, verlor im Späteren an Bedeutung. Der alte Keltenweg vom Rhein zur Glauburg hatte wieder mehr Bedeutung und ist in unserem Raum die heutige B40.

Ein weiterer wichtiger Weg aus Urzeiten war wohl die Verbindung von der Furt in Rüsselsheim in den Taunus. In unserem Ort an der Kreuzung Wallauer/ Wicker Straße biegt der Delkenheimer Weg ab. Dieser dürfte in der Vorzeit bis ins Mittelalter ebenso eine hohe Wertstellung gehabt haben, denn er führte parallel zum Main und vom Main nach Delkenheim, Mechtildshausen, Erbenheim in Richtung Rheingau und verband viele Orte im „Ländchen".

War, wie jetzt bekannt, wohl schon zur Römerzeit mit Höfen bestückt. Man spricht von einem Abstand dieser Höfe von 400 Meter.

Anektode zur Stoanern Stroß. Hier - "Elisabethen Stroß".

Auf diesem Weg zogen fromme Wallfahrer mit geweihten Fahnen, heiligen Kruzifixen aus Kostheim, einem Pestgelöbnis von 1444 folgend, zu der Pestwallfahrtskapelle nach Hofheim. Auf Ihrem Weg dorthin, (verm. September) der durch unsere Gemarkung führte, wurde mit Unwillen begleitet, denn man beobachte, dass die Wallfahrer mit den langen Stangen ihrer Kruzifix und Fahnen die Nüsse von den Bäumen geschlagen haben.

Einige dieser gemarterten Bäume stehen noch an der - Straße.