Freundeskreis    ALT- MASSENHEIM

Nicht jeder Hochheimer ist ein Massemer - aber jeder Massemer ein Hochheimer - ! gibt`s  nicht´s - leider dran zu rütteln.

Hier kurzer Abriss.  Wie in Masssenheim Journal.
Feuerwehr 80 Jahre als Broschüre erhältlich.


Massenheimer Feuerwehr   (Sind gerade Bilder unterwegs)

In www.wikipedia - steht viel zu lesen über die Feuerwehren.

Dort steht auch einiges darüber seid wann man auf der Welt sich gegen Feuer wappnen muste und es auch tat. Vermutlich so lang Menschen in brennbaren Behausungen lebten.

Zur Zeit der „Jäger und Sammler“ war die Gefahr überschaubar und wohl auf eine
Zeltstätte, mit was es auch gebaut war, beschränkt.

„Durch die Hände langer Kette um die Wette fliegt der Eimer…“. 

So hat Fried. Schiller geschrieben und so ist es auch gewesen bis vor ca. hundert Jahren.
Als die „Feuerspritzen“ erfunden wurden, musste schon ein Schlauch den Transport des Wassers übernehmen.
Ob es vor den Feuerspritzen die bekannt von mehreren Personen bedient werden mussten, in Massenheim Schläuche gab wissen wir nicht. Erfunden jedenfalls waren sie, so in wikipedia zu lesen, schon im 17.Jahrhundert. Sie waren aus Leder gefertigt genäht oder genietet.

Es ist anzunehmen, dass in einem Dorf wie Massenheim aus verschiedenen Gründen nicht zur Verwendung kamen, es musste ein Gefälle vorhanden sein um eben Wasser durch Schläuche fliesen zu lassen.

Der von der Gemeinde gebaute Brandweiher „Die Wied“ lag
am unteren Ende des Dorfes und ohne Pumpen war da nichts zu machen.
Allein wer Erfahrungen mit den bis in die 60ziger Jahre verwendeten reinen
Hanfschläuchen hat, kann abschätzen was für eine Plagerei diese Lederschläuche verursacht hätten wenn wir sie gehabt hätten.

Erst die, dann in Folge eingeführten gummierten Hanfschläuche und dann die Kunststoffschläuche machten es den Männer der Wehr einfacher, mit neuen Problemen.
Die Geschichte der Massenheimer Feuerwehr kennen wir recht gut denn es ist alles
nachlesbar ab dem Jahr 1931, dem Gründungsjahr unserer „Freiwilligen Feuerwehr“.
Was kurz vorher war wissen wir auch, denn das war in allen Orten dasselbe bis auf einige Wehren welche schon früher eine „Freiwillige“ Lösung gefunden hatten (siehe Hochheim- 50zig Jahre früher).

Die Lösung hieß Pflichtfeuerwehr.

Schon im Mittelalter waren die Gemeinden aufgefordert und sicher auch gut beraten den Feuerschutz zu organisieren. Denn die Gefahr war groß. Fachwerkhäuser, womöglich noch unverputzt und mit offenen Feuerstellen und Strohdächern waren ein Fressen für die Flammen.

Verputzen war eine vorbeugende Maßnahme, aber die Dachvorsprünge und andere
Angriffspunkte reichten aus um unter ungünstigen Umständen ein ganzes Dorf
einzuäschern. 

In Massenheim gab es im Gegensatz zu anderen Gemeinden in jedem Haus eine Handpumpe.
Es waren Holzstockpumpen mit gegenüber heute gebräuchlichen Pumpen grösserem Ausstoss und sicher haben in der Nähe immer Eimer aufbewahrt werden müssen um eben den oben erwähnten Feuerschutz zu gewährleisten.

Pflichtfeuerwehr nannte sie sich die Truppe welche mit Mitgliedern aus jedem Haus
bestückt war und so lange wir hier zurückdenken alle vier Wochen zur Übung aufgefordert- befohlen- waren. Natürlich früh am Sonntagmorgen um nicht ins Gehege mit dem Pfarrer zu kommen. Die Neuzeitpfarrer haben es eine Weile versucht dies beizubehalten, - aber ohne Erfolg.

Letzter „Befehlshaber“ der Pflichtfeuerwehr und der ersten Freiwilligen Wehr war
Mauermeister Karl Kahl. (Fischerkarl).

Antreibende Kraft zur Bildung der Freiwilligenwehr war der damalige Bürgermeister Heinr. Wilhelm Kahl II. die römische 2 deshalb weil es aus vielerlei Gründen vier solcher Namen in Massenheim gab. (Wilhelm sollten die Buben heissen, wie das Staatsoberhaupt). 

Also die Feuerwehr war 1931 gegründet und erhielt 3 Jahre später ihre erste Motorspritze (unten im Bild) mit der man anständig und mit Hilfe von Schläuchen das Wasser dorthin bringen konnte wo es gebraucht wurde und von gut ausgebildeten Männern mit Erfolg eingesetzt werden wurde.

Diese Spritze, eine 400ter, (400 ltr/min) wird heute noch gut gepflegt aufbewahrt, ist aber ist nicht mehr zu fordern.

Der in alten Festschriften immer wieder hochgelobte erste Einsatz an dem angeblich wertvolles Gut gerettet werden konnte, (Bild) muss man ehrlichkeitshalber etwas korrigieren. 

Es wurde wie das Bild zeigt so gut wie gar nichts gerettet.


Während des Krieges hatten es die Massenheimer Wehrmänner nicht einfach.  

Als erstes Dorf in der Umgegend hatte es mit den Folgen von Bombenangriffen zu tun.
Man kann im Nachhinein sagen - sie haben sich gut geschlagen, es gab kaum mehr Schaden als die Sprengwirkung der Bomben verursachten.  

Nach dem Krieg wieder neu gegründet vom wieder eingesetzten Bürgermeister aus 1931.
Eine nicht nur an Zahl starke Mannschaft unter Führung von Heinr. Wilhelm Kahl IV.
Ausrüstung; zusätzlich zur 400ter; eine aus den letzten Kriegsjahren stammende 800ter mit eschlossenem Transportfahrzeug. stationiert im alten „Spritzenhaus in der Gartenstrasse welches ja heute noch in etwas unansehnlichem Zustand dort steht, um vornehmlich als Rumpelkammer und zum Picnic seinen Dienst zu tun. 

Aber schon Ende der 50iger Jahre entstanden Pläne für ein neues Zuhause denn Versammlung und „Mannschaftsraum“ waren die Gasthäuser im Dorf, allen voran das „Weise Ross“ dem Gründerlokal, im Dorfmund - Bohnebeitel - genannt.





Bild rechts zeigt die etwas leicht entspannte Wehr beim Nachlöschen im Hof des oben genannten Gasthauses. 

Die Finanzierung des dann im Jahr 1963 eingeweihten neuen Gerätehauses war für eine Gemeinde wie Massenheim nicht einfach.
Bürgermeister war in ehrenamtlich Hans Desor und ich kann mich an viele vorbereitende Gespräche erinnern, welche oft mit allerseits grosser Erregung endeten.
Eigenhilfe war angesagt.
Versprochen wird so was, wenn die Arbeit noch in einiger Entfernung zu sehen ist schnell.
Halten was versprochen ist da schon schwerer. Der Kommandante hat viel persönliche und vereinsinterne Gespräche mit den Mitgliedern führen müssen, aber die Wehrmänner haben es mit Hilfe einiger Massenheimer Handwerker dann geschafft das Werk zur allgemeinen Zufriedenheit zu vollenden.
Auch die Finanzierung des Vereins war und ist auch heute nicht leicht, es wurden Feste organisiert (welche damals noch Geld einbrachten)und Picnic`s abgehalten welche Dank kostenlosem Einsatz der Mitglieder und Familien ebenfalls Geld einbrachten und so ohne Zuschüsse der Gemeinde der Verein am Leben gehalten werden konnte und wird.
So hat sich die Feuerwehr auch in den folgenden Jahren ein Polster angelegen können um Gerätschaften für den Einsatz und den Ausbau des Geräte- und Mannschaftsraumes mitzufinanzieren zu können.
Auch die Jugendwehr ist mit allerlei Hilfe aus dem Verein entstanden und wird bis heute vom Verein geleitet und grösstenteils auch finanziert.
Die Einsatzabteilung ist seid vielen Jahren aus bürokratischen und technischen Gründen vom Verein getrennt.

Zurück zur Technik.
Die 800ter in ihrem geschossenen Anhänger wurde im Ort an der an ihr dafür vorgesehenen Deichsel mit entsprechender Muskelkraft bewegt. War man zu Einsätzen oder gemeinsammen Übungen in ein anderes Ort gerufen, -  war in der Regel der LKW der Fa. Otto Noll organisiert. Auch Ackerschlepper, als es sie in den 50ger Jahren im Dorf gab, kamen zum Einsatz.
Nach Fertigstellung des Gerätehauses war der Wunsch hier auch was zeitgemäßes einzustellen schnell geboren.
Schon 1964 führte Bgm. Desor erste Gespräche mit dem Vorstand und Kreisbrandinspektor Maurer. Mit dem Erfolg schon in der Jahresversammlung verkünden zu können, -
Der Kauf sei beschlossen und das nach modernsten allen Anforderungen der Neuzeit ausgerüstetes Fahrzeug ein LF8 sei bestellt und werde schon Februar ausgeliefert“.
Das es dann doch April wurde, hat niemand gestört denn die Freude war gross und die Feuertaufe bestand das Fahrzeug schon 10 Tage später als es auf der Schlagmühle brannte.
Im Jahr 1987 gab der Motor allerdings den Geist auf und die Wehr war einige Zeit nicht recht einsatzfähig und es wurde dann doch mitte 1988 bis das neue Fahrzeug ebenfalls ein LF 8 übergeben wurde, welches heute noch im Dienst ist.
Neuester Stand ein steht in Hochheim und wartet auf das neue- Gerätehaus.
Auch wurden in dieser Zeit teils gebraucht teils neu und auch mit Finanzzuschuss der Wehr drei „Mannschaftwagen“ neben dem Löschfahrzeug angeschafft, was der
Anzahl der Aktiven berechtigt und notwendig war.
Seid 1951 wurde vom Verein
Feuerwehr bis ins Jahr 1973 ein Spielmannszug unterhalten welcher die
vielen Festbesuche begleitete- anführte- und auch bei Massenheimer Vereins- und Privat- Festivitäten sein Können mit viel Applaus bedacht unter Beweiß stellte.
Leider gibt es den Spielmannszug nicht mehr, doch auch heute ist wie alle Vereine in Massenheim die Feuerwehr ein wichtiger Kulturträger und stellt bei Martinstagumzügen (hier auch finanzieller Art); Volkstrauertagen, Sicherheitsdiensten sich allgemeinen Aufgaben, zusätzlich zu den zeitaufwendigen notwendigen Übungsabläufen.
Auf jeden Fall hat Wehr und leistet die Wehr immer und hoffentlich auch in der Zukunft einen uneingeschränkt wichtigen Beitrag für unser
Dorf - den Stadtteil Massenheim in Hochheim.

Im Bild in der Mitte rechts umrahmt die Wehr ihre Festdamen im selben Jahr









Oben Letzetr Zustand .
Mitte Einweihungszehnarium mit Gemeindevertreter und BGM.  Kbri . Ortbm.Gemeindevertr.

Spielmannszug ca. um 1951. Hauptstraße
Festbild  51 Stortplatz
Unten die 400 ltr.Spitze. Sprt u. Kulturhalle