Freundeskreis    ALT- MASSENHEIM

Nicht jeder Hochheimer ist ein Massemer - aber jeder Massemer ein Hochheimer - ! gibt`s  nicht´s - leider dran zu rütteln.

Die Massemer Kerb.           In Massenheim meist ohne langfristige Vereinsführung

Hier eine etwas gekürzte Ausführung, da sonst der Rahmen des möglichen gesprengt würde.
Mehr dann in der Druckausführung. Demnächst dort auch eine Auswahl aller bekannter Lieder usw.

Hermann Lixenfeld seines Zeichens – Heimatlicher Hobby-Lokalhistoriker - wie er sich bescheiden nennt - aus Weilbach, hat einen „Heimatlichen Bericht“ über die Weilbacher Kerb verfasst und was für die gilt, ist auch für fast alle Kerwe = Kirchweihe im nahen wie weiten Umfeld Basis.
Er kann belegen, dass Weilbach „das“ Zentrum für Kerb und Fasenacht in der, zumindest näheren Umgebung ist und dass viele Abläufe und Gebräuche in Weilbach ihren Ursprung haben. H. Lixenfeld hat ca. 10 Berichtshefte erstellt und viele sind zum Selbstkostenpreis auch bei ihm zu haben. – Für den, der in viele lokale Angelegenheiten tiefer einsteigen will.

H. Lixenfeld hat den Titel gewählt „Die Weilbacher Kerb is doo“!

Aber da wären wir ja schon fast mittendrin in der Kerwestimmung. Das wollen wir noch nicht.

Versuchen wir zurück zu gehen in die vermuteten Anfänge. (Pfarrer Müller möge mir verzeihen, awwer - woss iss dess iss.)

In der Kerb sind, so kann man unschwer erkennen, Rituale enthalten, welche aus vorchristlicher Zeit stammen.

Erntefeste feierten alle unsere Vorfahren auf der ganzen Welt, wohl immer verbunden mit dem Dank an die Gottheiten der jeweiligen Region und Zuständigkeit. Das die Kirche diese Festtage übernahm und zur Kirchweih umfunktionierte bot sich an und war wohl der einfachste Weg, unsere Vorfahren von alten, auch weniger guten (aus unserer Sicht) eingebürgerten Gewohnheiten abzubringen, (bei Weihnacht war man ja auch flexibel, man christianisierte das Sonnenwendefest und die Raunächte). Man ersparte sich unnötige Diskussionen und Ärger und die Stimmung und Freude wurde nicht nur erhalten, sondern man konnte sie kontrollieren,- heidnische Gewohnheiten in gesittete christliche umleiten.

Feste des Schwelgens und des Wohllebens sind Bestandteile alle Kulturen und im Mittelmeerraum schriftlich belegt von Römern, Griechen zurück auf die Sumerer.
Das war schon sumerische Lebensauffassung (s. Gilgamesch)

Anmerkung: Deshalb sind sie auch womöglich schon alle Tod?

Vieles spricht dafür, dass die Anfänge der Kirchweih (Kerb) bei den vorchristlichen Naturvölkern eine Aufnahmezeremonie in die Reihen der Krieger war. Allen Erkenntnissen nach ist in überschaubarer Zeit das Jungmannwerden (Mannbarkeitsriten) der Auslöser der Festlichkeit. (Kerwegesellschaften meist auch Jahrgänge, bei den Germanen nicht unbedingt).

Wie wir aus der Kelten- Germanenzeit belegen können, waren diese Prüfungen bei - „Bestanden“ mit einer ausgiebigen Feier, verbunden.
Dieser Anlass war, wie wir wissen, oft mit einem Erntedankfest verknüpft und wenn die Ernte einmal nicht so üppig ausfiel, so war dann doch ein Fest gesichert.

Dass die Kerb in Frühform mit Erntedank etwas zu tun hat oder hatte, belegt wohl auch, warum in den Städten, etwas weiter von der Ernte, dieses Fest umgewandelt wurde in Marktfeste (Hochheimer Markt, Andreasmarkt) usw. Im Nord- und Süddeutschen Raum sind dann meist die Schützenfeste an seine Stelle getreten.

Herr Lixenfeld führt dies auch auf Verbote zurück. Städte besaßen in irgendeiner Form eine Bürgerwehr. Als gebietsweise die Kerb einmal wieder verboten war s.w.u, bestanden die „Wehrbürger“ auf ein Fest, was ihnen sicher nicht abzustreiten und abzulehnen war.
Was bot sich da besser an als ein Schützenfest?

So hat dieses Fest und seine Abwandlungen durchgehend einen roten Faden, auch je nach Glaubenslehre (katholisch - evangelisch), seid Germanenzeit. Dies ist, wie man sich ausmalen kann, sicher mit Bierkonsum, in Massenheim dann ab Römerzeit wohl schon mit Weinkonsum, einhergegangen (nur die Reblaus konnte den Weinkonsum kurzfristig unterbrechen).

Ob es hier in unserem Gebiet auch mal einen Anbaustopp für Wein (wegen Übernutzung) gab, wie rund dies bewerkstelligt um Frankfurt, wissen wir nicht, ist uns nicht bekannt, aber dann wäre uns wie den Frankfurtern der Eppelwoi gebliwwe. In Bezug auf Weinanbaustopp, wir sehen alles schon mal da gewesen, nur der Auslöser wurde gewechselt.

Auch nachzulesen ist, dass Feiern für alle Schichten und gerade Dorffeste wie eben Hochzeiten und ähnlichem, aus Mangel anderer Vergnügungsmöglichkeiten oft ungemäß ausuferten, sodass Einschränkungen von der jeweiligen Obrigkeit erlassen wurden. Der Arbeitsausfall der Angestellten über mehr als eine Woche war auch mit Grund, die Feste kurz zu halten.

So wurden die Anzahl der Tische beispielsweise beschränkt, dem der „kleine Mann“ begegnete, indem man die Zahl der feiernden Tage verlängerte, sich notfalls mit Polster versehen auf die Erde setzte.

Womöglich stammt die Angewohnheit, in Massenheim zu einem Familienfest die Gäste in Gruppen einzuladen, aus dieser Einschränkung.
Tag vor dem Fest den Jahrgang und alle nichtfamiliären Nahestehende.
Festtag die nächststehenden Verwandten.
Tag danach die Nachbarn.
Folgetag die Helfer und Zohgezohene - bei Wilh. Dietz- Hergelaafene.

Im 18. Jahrhundert und auch Anfang des 19ten wurde wiederholt die Kerb mal gesperrt und wieder freigegeben, mit wechselten Argumenten s.o. Meist aber waren moralische Gründe vorgeschoben, welche zur Sperrung führten, aber auch finanzielle Gründe sprachen mal dafür und mal dagegen. Der Gemeinde entstanden Kosten; denn die Kerb in früherer Zeit wurde von Gemeinde in Absprache mit der Kirche ausgerichtet; während anderseits den Wirten und den Musikanten das Einkommen geschmälert wurde.

Wie heute noch in etwas abgelegenen Dörfern zu jedem anständigen Fest eine zünftige Schlägerei gehört, so war es in dieser Zeit ebenso, was dann vor allem den Kirchleuten Sorgen machte.

„Übermäßig Fressen und Saufen, üppig und leichfertiges Tanzen und - Singen von Zotig Lied -  Hader, Zwietracht, Schlägerei und unzüchtig Wesen in Feld und Flur welches allgemein Ärger bereitete, wurde mit einer Strafe von 20 Reichstaler geahndet“.

Fürsten kassierten gerne auch Kirmesgeld. Bürgern gefiel das nicht immer und sie verweigerten dann auch schon mal ihre Zahlung, wenn ihre Kerb zu sehr eingeschränkt wurde. (Man sieht, Rebellen gab es immer mal schon). So gelang es meist, die Feier wieder stattfinden zu lassen, zumal die Angst bestand, die Jugend könnte Nachbarkreise aufsuchen und dort das Geld ausgeben, was der einheimischen Wirtschaft dann fehlte.

Unterschiede gab es so mit Regierungszugehörigkeit und auch in den einzelnen Orten kam es zu unterschiedlichen Abläufen der Kerb.

So war eine Kerwebobb (Kerbe Puppe) und das beerdigen der Kerb in Massenheim nicht Sache der Handlung. Zu diesem Spektakel mussten, gingen oder fuhren wir dann nach Wicker oder Erbenheim.

Popp - ebenfalls ein Relikt aus germanischer Zeit.

Damals wurden Frauen (lebendig natürlich) einfach geraubt wenn Bedarf war und die Männer mussten sie beschützen, was nicht immer gelang. Beruhte auch auf Gegenseitigkeit. Die Massemmer ersparten sich damals so auch die Wache gegen Diebstahl der Puppe (das Einlösen der gestohlenen Puppe kostete und kostet - Auslösung in Form von Getränken oder ähnlichem).
Von der Blamage abgesehen und ein abgesägter Baum war ebenfalls ein Fiasko. Solange die Kerb im Ort war und an den vorgesehen Befestigungen am Wirtshaus angebracht war, war die Gefahr hierzu halb so groß und nicht brennendes Thema. Bei den großen Wirtshäusern (Adler-Krone) waren im Pflaster Ringe eingebracht und oben am der Traufe eine Halterung. Beides gab dem Baum ausreichend Halt.
Zusätzlich wurde der Baum oft noch mit Seilen gesichert, welche man eh zum Aufrichten und Ablassen brauchte. Dass in den Erdlöchern noch ein Andenken an die letzte Kerb in Form einer Flasche guten Weins war, soll erwähnt werden.

Natürlich; das war Ehrensache; wurde wieder ein Andenken hinterlassen.

Auch die lauthals (wenigstens Anfangs) vom Kerwevatter gerufenen Kerwesprüch hatten von Ort zu Ort kleine Unterschiede.

Nun die Massemmer Kerwesprich in altbekannter Art und Reihenfolge. Ohne Garantie.

Kerweborsch! vom Kerwevatter ausgerufen wurde mit ahoi beantwortet.

Wem is die Kerb?unser!

Wass hawwe mer zu strunze?mer hunze!

Kerweborsch!ahoi!

Zicke zacke zicke zacke!  - hoi hoi hoi!

Zicke zacke zicke zacke!  - hoi hoi hoi!

Woss frisst die Gas, woss scheißt die Gas?  - hoi hoi hoi!

Kerweborsch!ahoi!

Unser Kassiererbravo

ist mit der Kasse bravo

davongelaufenooh

doch wir haben ihn noch an der Schweizer Grenze - bravo

laufen gesehenooh.-

Hach de Katz de Schwonz ab,  loss noch eh stikche stih, das se konn zum Kater gih. - War auch einer.

Im Zeichen der Öffnung haben sich, durch Besuche anderer Kerwegesellschaften, auch zur gegenseitigen Unterstützung, andere Verse eingebürgert.

 

Im Anschluss daran wurde in Regel das Lied:

„Kerweborsch sinn lustge Brieder haben frohen muuud“.
Singen lauter lustge Lieder, haben frohen Muut.

Singen lauter ……..

 

Eins der Hauptlieder war:

Die Massemer Kerb, die Massemer Kerb, die Massemer Kerb is do,
woss sinn die Leit so froh, woss sinn die Leit so froh.
Wiederholung - dann:
Se (die Massemer )laafe nackisch uff de Gass erumm un kaue Cewwingum
un kaue Cewwingum, un kaue Cewwingum, woss sinn die Leit so dumm.

 

Noch ein Paar ohne Vollständigkeit:

Wo is denn de Johann, ist der Johann nicht zu Haus, is er uff de Kerb, un sucht sich eine aus.
(In mehreren Strophen schon in Weilbacher Kindergärten geübt.)

Motter guck, Motter guck….
Un se grien uns nit, se grien uns nit…
Gonz egal, gonz egal, ob du`n Huhn bist oder`n Hahn…
Alleweil, alleweil in Fronkfort uff de Zeil…

Mer  versaufe unser Oma ihr kloo Heische, ihr klo …

Kerweumzug war für eine Kerwegesellschaft Pflicht.

Dass eine Fahne dazu gehört, ist alt wie die menschlichen Kulturen. Was für Abraham der Stab, - für die Ägypter die Stehle, -für Italiener der Campanile, für jeden Staat und Kriegsherren und und und einfach Position- und Standortbestimmung und bewusst oder unbewusst bedeutet das Flattern des Tuches auch noch Geist versprühen, hier also den Kerwegeist.

Was der Hahn beim Umzug zu suchen hat und warum er dann beim Giggelschlache gebraucht wird, ist etwas komplizierter.

Der Hahn ist von alters her Fruchtbarkeitssymbol. Der Verdacht, hier laufe auch politisch etwas zusammen, denn die Franzosen tragen ihn ja im Kopfschmuck, stimmt nicht. Unsere Nachbarn haben den Hahn erst seit sie mal mit Spanien was am Hut hatten.

Die Kirche benutzt ihn für den Verrat an Jesus, warum man ihn als Tontopf bei der Kerb erschlägt, ist mir nicht ganz klar, womöglich steckt doch auch hier noch ein altes Ritual dahinter.

Im Frankfurter Raum ist uns aus dem Mittelalter überliefert, dass der noch persönlich erschlagen wurde, in dem man ihn bis zum Kopf in die Erde eingrub und dann Festgäste; wahrscheinlich wie bei der Kerb, gegen finanziellen Beitrag mit einem Dreschflegel und verbundenen Augen drei Schläge ausführen lies, um ihn zu treffen und um ihn dann als „Mitnahmepreis“ als Hühnerklein zu verwenden. (grässlich!).

Der Hammel und Hahn – Opfertiere aus Urzeit, christlich wie vorchristlich.

Beide, wie auch der Baum, dienen - denn oft auch gespendet, - jedenfalls der Kerbegestaltung in jeder Hinsicht (ohne Essen und Trinken kein Fest, keine Kerb).
Der Hammel dann halt eben umgewandelt in Schweineprodukte, wenn man sich entschloss, ihn am Leben zu lassen.

Kerwedach worn also woss im Ortt. - Auser Kerb und Fassenocht wor eh nix.

Vorkerb - Termin festgelegt früher von Gemeindeverwaltung in Absprache s. Bilddoko. Auch mal verlegt, wenn es mit der Nachbarschaft Konkurrenz gab. In unserem Raum war das Nordenstadt, beide hatten Kerb von altersher am letzten Wochenende im August, zusammen mit Wi-Kloppenheim.

Drei Tage, an welchen am Samstag (Vorkerwequetschekuchebackesamstag) und Sonntag das Tanzbein geschwungen wurde. Bis zum 2. Krieg in zwei oft drei Lokalen -Krone - Adler- Rose-. Nach dem Krieg meist nur noch im Adler und auch dort war damit Ende als die Turnhalle vom TUS gebaut war und der Adlerwirt seinen - Tanzsaal - als Schlafsaal für die Gastarbeiter (Wirtschaftsflüchtlinge) aus Italien umnutzte.

Die Massenheimer taten sich schwer mit dem Annehmen dieser - Tornhall, sie wollten aus dem Ort nicht raus. Kerb außerhalb vom Ort –undenkbar, unannehmbar- aber dann ging es doch für ein paar Jahre.
Ende der 60iger wurde der Besuch immer schwächer und in den 70iger war es dann auch dort ein Auslaufmodell.

Wie viele Familien die Kerbetage  einteilten, ist schnell geschildert.

Mit de Nochkerb warn 5 Doach zu schultern. Bei 4 Kneiwe und meist - mindest oahner Strausswertschaft war die Doach all belijd. Un wer kunnt hot aach die Wochedoach noch genutzt. Denn die Wirte waren noch mit Speisen versorgt, was im übrigen Jahr nicht immer und überall der Fall war.

Jed Kneip hat donn so sei Spezialitäten an de Kerb.
Beim Beitel (Weißes Ross) gab’s panierte Schnitzel von de Wuzz.
In de Kron (Zur Krone) gab’s ja das ganze Jahr was zu Essen, aber an der Kerb gab’s Kalbsnierenbraten.
Beim Attler (Gasthaus „Zum Adler“) gab’s alles, später Spezialist für Rumsteak.
In de Roos (Gasthaus zur Rose) ebenfalls eine breite Auswahl.
Unn oans von dene war dann, wenn es eine Kerwegesellschaft gab, das „Kerwelokal“.

Kerwegesellschaften versuchten es, - als geschlossene Jahrgänge. Dem Jahrgang 1936 gelang es als 2ten nach dem Krieg eine Kerb aufzuziehen. Aber manchmal reichte die Stückzahl in den Nachkriegsjahren eben nicht, so dass die Kerb nach einigen Jahren ohne Kerweborsch un Kerwemedcher 1959 von drei Jahrgängen versorgt werden musste und das ohne Medcher. Das Ergebnis bewies dann auch, dass alle Mädchen später ältere Männer heirateten, wir waren einfach zu jung zum zum.
Auch sonst viel dieser Kerweverein aus der Rolle. Viele Gesellschaften hatte traditionelle Namen, meist Edelweiß oder ähnlich, doch dieser nannte sich Crambambuli.

Kein Name passte den Knaben und nach Tage und nächtelanger Diskussion im Stibbche (kleiner Raum im Hintergrund der „Kron“; mit wichtiger Durchreiche aus dem Thekenbereich verwendet für Vorstandsitzungen von Vereinen u.ä.); fiel einem „Weltreisenden“ ein, in Österreich solches getrunken zu haben. Namen wie „Fidelio“- „Bembelreiter“- Edelweiß“- „Immerfroh“ auch „Heideröslein“ alle in der Auswahl so im Protokoll von Manfred Bär vermerkt, hatten verloren.

Alle paar Jahre nach der Crambambuli gelang es wieder mal einem Jahrgang eine Kerb aufzuziehen.
1963 war es mit der Kerwegesellschaft „Picolo“ von den Alten unvermutet eine Kerb wieder zu gestalten.
Erst die „Massemmer Spatze“ als Verein brachten dann bis heute einige Jahre eine konstante Kerb in die neue Sport- und Kulturhalle. Die Finanzen sind immer ein Problem, aber auch der Umgang mit denen.

Die jungen Leute hatten aus vielerlei Hinsicht nicht die Stabilität die nötig ist. Erbenheim mit einem eingearbeiteten Vorstand, der jahrzehntelang im Amt ist, hat es leichter von Finanzen bis Organisation, man sieht den Erfolg.

Zeiten in denen Gastwirte mit Tanzsälen die Kerb in eigenem Interesse unterstützten und schon mal die Zugmusik sponserten, denn die war meist nicht die Tanzkapelle weil technisch hierzu nicht in der Lage, gibt es nicht mehr.
Zeiten in denen die Kapelle selbst durch „Zocken“ ihren Verdienst machte, wie es der Crambambuli noch gelang, - ebenso.

Antworten auf den Rückgang gibt es einige – Üwwersättischung – die Koste – die Ärwedd – unn des Wisse wi`s giht …

Also müssen neue Ideen und Gedanken her, der Zeit angepasst.

So etwas in Massenheim zu etablieren wäre bald geglückt, wenn auch hier nicht menschliche Unzulänglichkeiten das vereitelt hätten.

Ego und Arroganz sind schlechte Partner, ohne Niveau ist kein Bestand.

Reduzieren aufs Machbare.

Nachdem die Massemer Spatze 2002 aufgaben, verlegte die Feuerwehr in Absprache mit ARGE-M ihr Picknick von der Nachkerb auf die Vorkerb. Kerb erstmal gesichert.

Die Idee Hofkerb in 2003 war ein Versuch, ein Wunsch von mir, ist gut eingeschlagen und wäre ausbaufähig gewesen.

Für 2008 war ein Musiker angedacht, der von Lokal zu Lokal gezogen wäre, wie beim ersten Mal unser Orgelspieler, diesmal mit Schifferklavier. Aber es hat nicht sollen sein.

Dorfmittelpunkt bewährte sich ab 2003 als idealer Platz, da bequem fußläufig im Sinn der Alten Massenheimer s.o. Mit einigen kleinen Aufrüstungen s. hierzu – Dorfmittelpunkt -, wäre er komfortabel zu handhaben und groß genug und angepasst für derzeitige heutige Bedürfnisse. Leider hat die Feuerwehr dies nicht erkannt. Ob der Publikumszustrom an das neue Haus für das traditionelle Picknick so bleibt, ist fraglich, wäre für den Verein zu hoffen.

2003- 3- und 2005 dann gelungene Versuche von mir. 2006 Übergabe an Nachwuchsgruppe mit vollem, auch finanziellem Erfolg.

2008 und 9, Ausschluss einiger Massenheimer Bürger unter neu ausgedachtem Führungsstil.

Ende der Veranstaltung.

Sollte eine Gruppe es möglich machen, etwas in die Wege zu leiten, dann wäre für die Jugend die Sport- und Kulturhalle auch wieder der Ort gewesen. Für die Älteren ist die Dorfkerb ausreichend auch ohne private Höfe, nur mit den Gastwirten wäre ein bisschen alte Kerwekultur gut und machbar gewesen.

Vielleicht ist es auch für „Hergelaafene“ nicht einfach, sich einzureihen, denn erst glauben sie ja sich beweisen zu müssen um Massenheimer zu werden, dass das aber erwiesener Weise erst frühestens bei der nächsten Generation gelingen kann, ist ihnen nicht bewusst. Wenn sie dieses allgemein bekannte Wissen genutzt hätten, so hätten sie „Mühe und Arbeit“ sparen können. Hätten nichts kaputt zu machen brauchen - schade s. o.

Massenheim ein eigenständiges aber -schwieriges Völkchen- verliert etwas Zeit, sterben tut auch die Kerb nicht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt - sagen manche ???.